Medikalisierung und Herrschaft
Bochnik reflektiert in der Veröffentlichung seiner Dissertationsschrift von 1982 die Genese des Ärztestandes in Deutschland (und nur am Rande in Europa) unter herrschaftskritischen Vorzeichen. Seine Ausführungen bleiben im Sinne einer kritischen Institutionenreflexion bis heute relevant. Weiterlesen…
„… und kein Mann konnte mich aufhalten“
Die knapp tausend Seiten von Emma Goldmans neu übersetzter Biografie ermöglichen einen erneuten Blick auf eine bewegende Revolutionärin, eine kämpferische Frauenrechtlerin und eine überzeugte und überzeugende Anarchistin, deren Positionen sowohl zu gesellschaftspolitischen Fragen wie auch zu innerlinken Auseinandersetzungen keineswegs veraltet sind. Weiterlesen…
Hugenbergs Schwenk zu Mussolini
In letzter Zeit wurde oft auf die grundsätzliche Verschiedenheit des italienischen Faschismus und des deutschen Nationalsozialismus hingewiesen. Dass es trotzdem propagandistisch auszubauende Verwandtschaften gab, zeigt schon 1929 die kleine Propagandaschnulze des Vorzugsschreibers Rumpelstilzchen aus dem Hugenberg-Konzern. Weiterlesen…
Die Weltbühne und das Faszinosum Faschismus
Bereits 1923 analysiert Hanns-Erich Kaminski Aufstieg und Fall des Faschismus. Ein erweiterter Blick auf die Diskussionen in der Weltbühne offenbart Schwankendes vor dem Bilde Mussolinis. Weiterlesen…
Das „Flintenweib“ als Rächerin allen ungelebten Lebens
Louise Michel, nach ihrem Auftreten an den Barrikaden der Commune vom Bürgertum als pétroleuse verabscheut, vom Proletariat zur roten Jungfrau geheiligt, entzog sich bei Abfassung ihrer Memoiren beiden Festlegungen, um sich als Vertreterin des Lebensrechts alles Geschaffenen neu darzustellen und zu erfinden. Weiterlesen…
Memoiren eines Revolutionärs
Die Erinnerungen Kropotkins sind zu weitreichend, um sie an dieser Stelle nachzuerzählen – Anlass zur Würdigung bieten sie allemal. Weiterlesen…
Tappen durchs Dunkel
Das Jahr 1932 in der Weltbühne und der aufkommende Geist des Faschismus. Weiterlesen…
Mit Bakunin die Massen aus ihrem Schlafe wecken?
Kaminskis weitere Auseinandersetzung mit dem Anarchismus und Bakunin ist weniger analytisch, dafür von scharfer Beschreibung. Weiterlesen…
Good-bye, Karl Marx
Vor vierzig Jahren: Parkinson legt Marx zu Grabe – Zur einstweiligen Besänftigung der Angst. Weiterlesen…
Versuch der Umkehrung
Helmuth Lethen versucht Denkern und Schriftstellern der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre nicht größere Reichweite und stärkeren Einfluss zuzuschreiben, sondern setzt auf deren Verborgenheit: ihre Kunst, sich selbst zurückzunehmen. Weiterlesen…